SEAMAP-3D

Ein marines seismo-akustisches Meßverfahren zur dreidimensionalen
Prospektion einsedimentierter Siedlungsstätten

 


Das Vorhaben sieht die Entwicklung eines marinen, seismo-akustischen Meßsystems für die Archäologie vor, das Seismik und Sonartechnik kombiniert. Es dient der schnellen, großflächigen, dreidimensional hochauflösenden Exploration von einsedimentierten Siedlungsstätten im marinen Bereich, sowie der Ortung grabungs- bzw. bergungswürdiger archäologischer Objekte. Eine Sonar- und eine hochfrequente seismische Quelle sollen mit dem Datenerfassungssystem auf einem Katamaran installiert werden, der ein Hydrophon-Array schleppt und das Meßgebiet flächendeckend erfaßt. Aufgezeichnete Daten werden mit Hilfe eines Linux-Clusters automatisiert bearbeitet und noch vor Ort visualisiert. Entwicklung und Test des Meßsystems und der Datenbearbeitungssoftware sind Gegenstand des Projektes. Das Gesamtsystem soll an archäologischen Stätten der Wismarer Bucht, der Westtürkei und des Schwarzen Meeres eingesetzt werden.
Projektbeginn 01.01.2004
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* Optisches Analog zur seismischen Messung mit entsprechendem Array







** Simulierte seismische Messung




 






* Simulierte seismische Messung




Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Kieler Institut für Geowissenschaften und dem Rostocker Institut für Nachrichtentechnologie und Informationselektronik. Der Einsatzschwerpunkt soll die Bucht von Wismar sein, in der günstige Sedimentationsverhältnisse Siedlungsreste aus mehr als sieben Jahrtausenden konserviert haben. Sie bildet seit zehn Jahren einen archäologischen Forschungsschwerpunkt (siehe auch SINCOS ). Als weitere Einsatzorte sind die antiken Seehäfen Limantepe/Klazomenai (Türkei), Histria (Rumänien) und Taganrog/Rostov (Südrußland) geplant (siehe Karte).





KONTAKT Christof Müller